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  • AutorenbildMathias

Tag 07: Bielefelder Hütte - Pforzheimer Hütte

Facts: Dauer 08:50 Stunden - Distanz 19,7 Kilometer - 1.779 Höhenmeter;


Wieder pünktlich um 5 Uhr klingelte der Wecker und spührte das Eine oder Andere Bier vom Vorabend. Auch witzig war, dass die Eingangstüre zur Hütte versperrt war und ich nicht hinauskam. Die Küchentüre war zum Glück offen und so konnte ich den Hintereingang benützen. Nach den ersten paar Metern kamen bereits die Schmerzen am Knie und Achillessehne - jetzt heisst es durchhalten und hoffen dass diese im Laufe des Tages durch die Bewegung besser werden. Zuerst folgte ich dem Weg oberhalb des Ötztales richtung Süden an den Felsen, welche mit Seilsicherungen versehen waren. Das erste Etappenziel war die Hochreichscharte auf 2.912 Meter, welche ich erst nach drei Stunden erreichte. In den Felsen kommst du kaum voran und der Weg führte oft über Geröll und steile Passagen hoch und runter. Oben angekommen war die Freude um so größer, und meine Füsse waren auch weitgehend in Ordnung. Jetzt musste ich jedoch wieder runter zur Schweinfurter Hütte - und die letzten Tage haben mir gezeigt, dass das bergab gehen absolut keine Wohltat für meine Knie und Sehnen war. Dies hatte sich leider wieder bewahrheitet und machte an der Schweinfurter Hütte zuerst mal länger Pause. Jetzt war es kurz nach Mittag und zur Pforzheimer Hütte musste ich über das Gleirschjöchl auf 2.751 Meter. Diese Etappe ging ich zügig an - denn mein Gedanke war, dass ich lieber auf der Pforzheimer Hütte länger regenerieren und meine Energie aufladen kann. Auf der Hütte kam ich am frühen Nachmittag an - zwar mit starken Schmerzen aber dennoch erleichtert. Als ich die warme Gaststube betrat, blieb ich mit meinem Ladegerät, welches am Rucksack über das Powerbank und dem Handy verbunden war, am Geländer hängen und das Kabel riss ab. Das Ersatzkabel hatte ich zwei Tage vorher versehentlich im Wasser versenkt, somit stand ich ohne Ladekabel da. Auf der Hütte war eine Wandergruppe aus Bayern - einer aus der Gruppe war so freundlich und hatte mir sein Ladekabel kurz ausgeliehen. Jedoch musste ich mir einen Plan überlegen, wie ich zu einem neuen Ladekabel komme. Am nächsten Tag war das Etappenziel Neustift im Stubaital und von dort aus konnte ich "schnell" mit dem Taxi nach Innsbruck in ein Elektronikgeschäft fahren - sowie retour nach Neustift. Das klingt nach einem Masterplan und musste nur in den nächsten 24 Stunden Akku sparen. Jetzt zuerst ein leckeres Bergsteigeressen und wieder ein paar Bier - wollte eigentlich nichts Trinken, aber mit Bayern am Tisch schmeckt es einfach gut - cheers und gute Nacht im Matratzenlager.


PS: Die erste Woche ist geschafft, und habe fast die Höhe von Innsbruck erreicht - dies ist mehr als ich mir zuerst vorgenommen habe. Bin trotz Schmerzen sehr zufrieden...



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